Weiterbildung

SYSTEM- / FAMILIENAUFSTELLUNGEN
in Psychotherapie
und Beratung

Anerkannte Weiterbildung für Systemaufstellungen (DGfS)


JULI 2009 - JUNI 2011





  
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2-jähriges Curriculum in
phänomenologisch-systemischer Psychotherapie und Beratung

mit Erdmuthe Kunath, Berlin
  Dr. phil. Diana Drexler, Mannheim
  Laszlo Mattyasovszky, Wasserburg
  Barbara Innecken, Tutzing

Die 2-jährige Fortbildung in phänomenologisch-systemischer Psychotherapie vermittelt unter Anleitung einiger ihrer erfahrensten Vertreter die wesentlichen Grundlagen der Familienaufstellung nach Bert Hellinger.

Über Selbsterfahrung, sowie an Fallbeispielen aus der eigenen Praxis und von mitgebrachten Klienten wird die Methode des Familienstellens und des Stellens anderer Systeme (Teams, Organisationen) und damit einhergehende kurztherapeutische Interventionen erfahren, eingeübt und vertieft.
Dabei steht die praktische Arbeit im Vordergrund, die ein wachsendes Verständnis der wesentlichen Ordnungen und unterschiedlichster Dynamiken, die in Beziehungen wirken, ermöglicht.
Zum Aneignen des "Handwerkszeugs" gehört insbesondere auch die Einübung der phänomenologischen Haltung in Familienaufstellungen, die sich absichtslos in den Dienst stellt.

Ein Schwerpunkt der Fortbildung wird auf der Übertragung des Ansatzes in die Einzelarbeit liegen.

Durch die Vielfalt der Lehrtherapeuten-Persönlichkeiten, -Themen und -Arbeitsstile gewinnen die Teilnehmer eine weite Sicht des phänomenologischen Ansatzes und seiner unterschiedlichen Ausprägungen. Die Entwicklung eines persönlichen Stils, sowie die Übertragung, Anpassung und Nutzung des Erlernten im jeweiligen persönlichen Arbeitskontext wird dadurch besonders unterstützt.

 

Teilnahmevoraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an praktizierende PsychotherapeutInnen und SupervisorInnen (Ärzte, Psychologen, Diplom-Pädagogen, Sozialarbeiter, Heilpraktiker) mit mehrjähriger Berufserfahrung und einer abgeschlossenen, allgemein anerkannten Therapie-, bzw. Supervisionsausbildung.

Darüberhinaus wendet sie sich auch an engagierte Lehrer und Erzieher, sowie an Organisationsberater, Trainer, Mediatoren, Pfarrer, die in unterschiedlichen beruflichen Bereichen verantwortlich beratend mitwirken und Erfahrungen und Einsichten der Aufstellungsarbeit in ihr Arbeitsfeld mit einfließen lassen möchten.

Die interdisziplinäre Zusammensetzung der TeilnehmerInnen erweist sich als gegenseitige Befruchtung.

 

Lehrinhalte

  • Einführung in die Grundlagen der Aufstellungsarbeit - Ordnungen in Familiensystemen - Herkunfts-, Gegenwartsfamilie
  • Systemische Verstrickungen und Lösungen - unterbrochene Hinbewegung -
    Unterscheidung von primären und sekundären Gefühlen - persönliches und kollektives Gewissen - Bewegungen der Seele
  • Paardynamiken - Abtreibung, Trennung, Scheidung -
    Patchworkfamilien - Adoption, Pflegekinder
  • Lösungen für verhaltensauffällige Kinder - Lernstörungen - Schulverweigerer
  • Phänomenologische Haltung - Sammlung und Ernst - Furchtlosigkeit - Achtung
  • Rundenarbeit - Auftragsklärung und kurztherap. Interventionen -
    Arbeit mit Märchen und Geschichten - Lösungssätze und -rituale -
    Stellvertretung und wissendes Feld
  • Methoden aus der systemisch-konstruktivistischen Beratung - Genogramm - Fragetechniken - Schulung von Intuition und Hypothesenbildung - Lösungs- und Ressourcenorientierung
  • Spezielle Dynamiken: Psychosomatik, Krebs u.a. schwere Erkrankungen,
    Behinderung, Sucht, Psychose, Mißbrauch
    Arbeit mit Opfern und Tätern, Folgen der NS-Zeit
    Flucht, Vertreibung, Migration
  • Aufstellungen in der Einzeltherapie, in der Schul- und Erziehungsberatung,
    in der Sozialarbeit und Beratung - mit Figuren u.a. Hilfsmitteln
  • Aufstellungen in der Supervision - Fall- und Teamsupervision, Helfersysteme
  • Formen und Praxis der Strukturaufstellungen (nach Kibéd/Sparrer)
  • Theorie und Praxis der Organisationsaufstellungen -
    Ordnungen in Arbeitssystemen, Teams, Organisationen -
    Teamkonflikte, Führungsschwäche, innere Kündigungen, Mobbing -
    Gründung, Fusion, Umstrukturierung, Nachfolgeregelung -
    Familienunternehmen - Überschneidungen von Familien- und Organisationsdynamiken -
    verdeckte Aufstellungen
  • Grenzen der Aufstellungsarbeit - Haltung und Integrität des Aufstellers

 

LehrtherapeutInnen

Die Weiterbildung Systemaufstellung und Familienaufstellung wird von langjährig erfahrenen Lehrtherapeuten geleitet, die wesentlich zur qualifizierten Verbreitung und Weiterentwicklung dieses Ansatzes beigetragen haben. Einige von ihnen haben eigene Differenzierungen entwickelt, die sie auch international zu gefragten Lehr-TherapeutInnen werden ließen.

Um die bewährte Vielfalt der Themen und Lehr-Persönlichkeiten zusammenzuführen, wird Erdmuthe Kunath, der die Gesamtleitung obliegt, 7 Module gestalten und die Lehrseminare der Gastreferenten begleiten.
Im Anschluß an die 2-jährige Weiterbildungsphase folgen im dritten Jahr noch zwei Supervisionsblöcke zur Praxisbegleitung und Vertiefung.

 

Umfang und Gestaltung

Die Fortbildung gliedert sich in 10 Module - der 1. Block umfaßt 5 Tage, alle weiteren jeweils
3 Tage. Die Module I,IV und X finden im Rahmen eines integrativen Konzepts gemeinsam mit den Teilnehmern der Weiterbildung "Organisations-/Strukturaufstellungen in der OE" statt.Die Module IV, VI, VII und IX sind auch für externe Gastteilnehmer geöffnet.
Im 3. Jahr sind zur Praxisbegleitung und Vertiefung 2 Supervisionsblöcke von jeweils 2 Tagen vorgesehen. Die Zahl der Lehrstunden beträgt an 36 Tagen insgesamt 288 Unterrichtseinheiten.

Daneben sind von den Teilnehmern selbst zu organisierende Kleingruppen zur inhaltlichen Vertiefung und Übung zwischen den einzelnen Modulen vorgesehen.
Im gesamten Zeitraum der Fortbildung ist darüberhinaus die Teilnahme an 6 Seminaren mit Familienaufstellungen oder Organisationsaufstellungen als Beobachter bei den Dozenten oder anderen erfahrenen Aufstellern empfohlen. Sie dienen der weiteren Vertiefung und Spezialisierung gemäß den besonderen Interessen des einzelnen Teilnehmers.

 

Zertifikat

Zum Abschluß erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat über Art und Umfang der Weiterbildung. Voraussetzung ist die Teilnahme an mindestens 80% der Lehrveranstaltungen, sowie der Nachweis von Selbsterfahrung in relevantem Umfang, Kleingruppen- und beobachtende Teilnahme.

Die Weiterbildung ist gemäß den Weiterbildungsrichtlinien der DGfS (Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen) anerkannt!
Die Teilnehmer können nach Abschluss (bei Vorliegen anderer, weiterer Voraussetzungen) ihre Aufnahme auf die Therapeutenliste der DGfS beantragen. Details zu den Bedingungen können Sie gerne im ISA-Büro erfragen oder direkt unter www.familienaufstellung.org einsehen.

Termine

Modul I 03.-07.07.2009
Erdmuthe Kunath
Modul II . 04.-06.09.2009 Erdmuthe Kunath
Modul III 19.-21.11.2009 Erdmuthe Kunath
Modul IV 08.-10.01.2010 Diana Drexler
Modul V 16.-18.04.2010 Erdmuthe Kunath
Modul VI 02.-04.07.2010
Erdmuthe Kunath
Modul VII 27.-29.08.2010
Laszlo Mattyasovszky
Modul VIII 12.-14.11.2010 Erdmuthe Kunath
Modul IX 07.-09.01.2011
Barbara Innecken
Modul X 23.-25.06.2011
Erdmuthe Kunath
     
Supervision I
12.2011
Erdmuthe Kunath
Supervision II
06.2012
Erdmuthe Kunath
     
Zeiten Modul I Fr. 140 Uhr - Di. 16 Uhr
Modul III, X Do. 14 Uhr - Sa. 16 Uhr
Block II, IV - IX Fr. 14 Uhr - So. 16 Uhr
  Supervision Fr. 14 Uhr - Sa. 17 Uhr
     
Gebühr

Monatlich € 150,- über 23 Monate
2 Supervisionsblöcke im 3. Jahr: je € 260,-
Die Anmeldegebühr beträgt 80,- € (für EarlyBirds bis 30.03.2009 =
Gesamt: € 4.050,-
), danach 390,- € = Gesamt: € 4.360,-

 

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